„Wenn Stress zur Herausforderung wird – und Jugendliche Lösungen finden“
von Joh.-Peter-Eckermann-Realschule am 08.10.2026Klassenarbeiten, Zukunftsfragen, Erwartungen und kaum Zeit zum Abschalten: Für viele Jugendliche gehört Stress längst zum Alltag. Wie sie damit besser umgehen können, erfuhren die zehnten Klassen der Johann-Peter-Eckermann-Realschule in jeweils zweitägigen Workshops des Präventionsprogramms „SNAKE – Stress nicht als Katastrophe erleben“.
Der Handlungsbedarf ist groß: Laut dem Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung vom März 2026 zeigt inzwischen jeder vierte junge Mensch zwischen acht und 17 Jahren Hinweise auf eine erhöhte psychische Belastung. Zwei Jahre zuvor waren es noch 21 Prozent.
Unter der Leitung von Ulrike Peschau und Dominik Dallwitz-Wegner von der Techniker Krankenkasse beschäftigten sich die Jugendlichen mit persönlichen Stressauslösern, körperlichen Warnsignalen und konkreten Bewältigungsstrategien. Entspannungsübungen, eine bessere Zeitplanung, der Umgang mit belastenden Gedanken und das schrittweise Lösen schwieriger Aufgaben standen im Mittelpunkt. Entscheidend war die Erkenntnis, dass sich nicht jede Belastung vermeiden lässt, wohl aber der eigene Umgang damit verändern kann.
Die 15-jährige Lulu Nehrkorn nahm insbesondere aus den praktischen Übungen wertvolle Anregungen mit. Schon kleine Veränderungen könnten helfen, schwierige Situationen gelassener zu bewältigen. Für Präventionsbeauftragte Ulrike Wiekhorst sind die Workshops gerade mit Blick auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Jugendlichen.
Denn wer gelernt hat, mit Druck umzugehen, gewinnt mehr als Gelassenheit für die nächste Klassenarbeit: Er entwickelt Fähigkeiten, die auch nach dem Schulabschluss gefragt sind.
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