Trost, der von Herzen kommt
von Eckermann-Realschule am 25.03.2026
Ein Nähprojekt der Eckermann-Realschule verbindet Kreativität mit sozialem Engagement.
Ein kleines Geschenk, ein freundlicher Gedanke – oft sind es unscheinbare Gesten, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen Halt geben. Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Upcycling“ im 10. Jahrgang der Eckermann-Realschule haben diesen Gedanken aufgegriffen und daraus ein soziales Nähprojekt entwickelt. Ihr Ziel: Kindern und Jugendlichen, die einen Trauerfall in der Familie erlebt haben, eine Freude zu bereiten und ihnen ein Zeichen des Mitgefühls zu senden.
Ausgehend von einer Idee innerhalb der Lerngruppe entstanden im Unterricht zunächst Entwürfe für Lavendel-Herzkissen, kleine Stoffbeutel und Lesezeichen. Viele der benötigten Materialien brachten die Jugendlichen von zu Hause mit. Mit großer Sorgfalt und Kreativität fertigten sie anschließend an den Nähmaschinen individuelle Präsente, die als kleine Handschmeichler Trost spenden und im Alltag begleiten sollen.
Die selbst gestalteten Geschenke wurden an Andrea Kenne vom Ambulanten Hospizdienst Winsen (Luhe) übergeben, der Trauergruppen für junge Menschen begleitet. Sie würdigte die Aktion als ein wertschätzendes Zeichen, das Betroffenen zeige, dass andere an sie denken.
Für Lehrerin Carina Wagner stand neben dem sozialen Engagement besonders der pädagogische Wert im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler hätten erfahren, dass ihr eigenes Handeln konkrete Bedeutung für andere haben könne. Dadurch würden nicht nur Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein gestärkt, sondern auch das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit. Auch die Zweite Konrektorin Anika Hafner hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Solche Initiativen zeigen, wie Schule junge Menschen dazu befähigen kann, Verantwortung zu übernehmen und mit Empathie auf ihre Umwelt zu reagieren. Wenn Lernen und gesellschaftliches Engagement so zusammenfinden, entstehen Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinaus wirken.“
So bleibt von dem Upcycling-Nähprojekt weit mehr als eine Reihe liebevoll gefertigter Einzelstücke. Die Jugendlichen haben erlebt, dass Mitmenschlichkeit im Alltag sichtbar werden kann – und dass manchmal gerade kleine Initiativen dazu beitragen, Hoffnung weiterzugeben.
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