Sternenglanz und Mondlicht über der stillen Heide
von Landkreis Harburg am 18.03.2026der Blick in den tiefdunklen Himmel, hinauf zu den Sternen hat die Menschen von jeher verzaubert und fasziniert. Die hellen Lichter oben am Firnament, das Funkeln und Glitzern von tausenden Sternen – das hat den Menschen nicht nur Orientierung in dunkler Nacht gegeben, sondern sollte auch die Zukunft des eigenen Schicksals verraten. Die Schätze des Nachthimmels – und der Landschaft – lassen sich auf dem Heidschnuckenweg besonders gut entdecken. Denn nach Sonnenuntergang, wenn der helle Mond die weite Heidelandschaft in ein silbriges Licht taucht und die Sterne glänzen, wirkt die Heide wie verwandelt. Dann wird die Heide zu einem Ort voller Mystik. Die einsamen Wacholder zeigen sich kaum schemenhaft, die alten Heidesagen scheinen lebendig zu werden. Diese besondere Stimmung kann man bei besonderen Wanderungen erleben: Von Ende März bis September laden die Touristiker der Region zu Vollmondwanderungen und Sternenbeobachtungen ein.
Die Gruppen tauchen dann ein in die stille Heidelandschaft und erfahren Wissenswertes über die heimische Pflanzen- und Tierwelt, die so manche Überraschung bereithält. In den autofreien Naturschutzgebieten gleicht die Landschaft einem Sternenpark, nur das Licht von Mond und Sternen zeigt den sich durch die Natur schlängelnden Wanderweg. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen und -führer machen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Besonderheiten aufmerksam, die sich nur nachts in der Natur erleben lassen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Infos und Buchungsmöglichkeiten finden sich unter www.heidschnuckenweg.de/artikel/10809 .
Die Vollmondwanderungen sind zwischen fünf und sieben Kilometer lang und führen jeweils auf einer Teiletappe des Heidschnuckenweges beispielsweise ins Büsenbachtal, zum Wilseder Berg, in die Fischbeker Heide, in die Misselhorner Heide und in die Oberoher Heide. Sie kosten 14 Euro pro Erwachsenen und 8 Euro pro Kind. Die Termine im Überblick:
2. April, Beginn 20 Uhr:
Bispingen, Fürstengrab und Wilseder Berg;
Fischbeker Heide;
Handeloh, Büsenbachtal;
Hermannsburg, Misselhorner Heide;
1. Mai, Beginn 20.30 Uhr:
Fischbeker Heide;
Hanstedt, Töps Heide;
Hermannsburg, Misselhorner Heide;
Schneverdingen;
29. Juli, Beginn 21 Uhr:
Bispingen, Heidetal;
Faßberg, Oberoher Heide;
Fischbeker Heide;
Hanstedt, Töps Heide;
28. August, Beginn 20 Uhr:
Bispingen, Twisselmoor;
Fischbeker Heide;
Hermannsburg, Misselhorner Heide;
Undeloh, Weseler Heide;
26. September, Beginn 19 Uhr:
Bispingen, Großer Ringwall;
Egestorf, Döhler Heide;
Faßberg, Oberoher Heide;
Handeloh, Büsenbachtal.
Die Sternwarte Südheide lädt außerdem zu zwei kostenfreien Sternenbeobachtungen auf dem Heidschnuckenweg unter fachkundlicher Anleitung ein. Los geht es am 20. März um 19 Uhr im Naturpark Südheide in der Misselhorner Heide. Der Verein stellt direkt an der Misselhorner Heide mehrere mobile Teleskope unterschiedlicher Bauart auf, die von den Sternfreunden betreut werden. Das geht allerdings nur bei gutem Wetter, sollte der Himmel bewölkt sein, muss das Event verschoben werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Misselhorner Heide bei Hermannsburg.
Eine zweite Sternenbeobachtung im Jahr findet am 19. September statt. Zudem bietet die Sternwarte Südheide auch zu anderen Zeiten Veranstaltungen an, die auf dem Webportal der Sternwarte nachgelesen werden können. Alle Informationen zu den Sternenbeobachtungen 2026 finden sich unter www.heidschnuckenweg.de/artikel/022819 .
Der Heidschnuckenweg gehört nicht umsonst zu den schönsten und reizvollsten Wanderwegen Deutschlands und zieht Wanderbegeisterte aus ganz Deutschland an. Er war beim Wettbewerb bereits zum fünften Mal mit einem Teilstück dabei und wurde gerade erst wieder als Qualitätswanderweg zertifiziert. Der Heidschnuckenweg wurde 2012 eröffnet und führt auf 223 Kilometern von Hamburg aus durch die drei Landkreise Harburg, Heidekreis und Celle und durch über 30 große und kleine Heideflächen der Nord- und Südheide. Er bietet ein einzigartiges Wandererlebnis durch die Lüneburger Heide. Davon zeugen auch das Zertifikat „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands und die Aufnahme in den Verbund „Top Trails – Deutschlands schönste Wanderwege“.
Dabei ist der Heidschnuckenweg in 13 Etappen von unterschiedlicher Länge unterteilt, um die schönsten Flecken der Region erkunden. Noch mehr zu entdecken gibt es durch die zwölf Heideschleifen. Die Rundwanderwege umfassen zwischen 1,4 und 20,9 Kilometern. Informationen zum Heidschnuckenweg gibt es unter www.heidschnuckenweg.de .
Bild © Lüneburger Heide GmbH Harburg / Bildunterschrift 1:
Eine Sternenwanderung durch die Heide – wie hier am Wilseder Berg – ist ein besonderes Erlebnis.
Bild © Lüneburger Heide GmbH Harburg / Bildunterschrift 2:
Die dunklen Wacholder, die sich in der Vollmondnacht abheben, sorgen wie hier in der Oberoher Heide bei Faßberg für eine besondere Faszination.
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