Schüler können Leben retten!
von Andreas Neises Eckermannschule am 18.11.2025Plötzlicher Herzstillstand kann jederzeit und überall auftreten. Um für diesen Ernstfall besser gewappnet zu sein, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Johann-Peter-Eckermann-Realschule bei einem schuleigenen „Tag der Wiederbelebung“ fit.
Die frisch ausgebildeten Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter des Wahlpflichtkurses „Soziale Berufe“ gaben dabei ihr Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter – fachlich begleitet von Timo Reymers, stellvertretendem Chef des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Harburg.
Reymers betonte, dass Wiederbelebung kein Expertenwissen sei: „Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur die Technik der Herzdruckmassage, sondern auch, wie wichtig Zivilcourage ist. Jeder kann Leben retten, wenn er weiß, was zu tun ist.“ Ziel war es, alle Jahrgänge zu sensibilisieren und die Hemmschwelle im Notfall zu senken – ganz im Sinne der Empfehlung des Niedersächsischen Kultusministeriums.
Besonders beeindruckte das Training an modernen Reanimationspuppen, die mit Lichtsignalen den simulierten Blutfluss anzeigen und Echtzeit-Feedback geben. Lehrkraft Robin Pankonin, Betreuer des Schulsanitätsdienstes, hob hervor, wie wertvoll dieses unmittelbare Feedback für Sicherheit und richtige Technik sei. Roger Grewe, DRK-Präsidiumsmitglied und Koordinator der langjährigen Kooperation mit der Schule, lobte das Engagement: Solche niedrigschwelligen Angebote förderten Bewusstsein, Selbstvertrauen und echte Lebenskompetenz.
Schulleiter Andreas Neises, Timo Reymers und Roger Grewe zeigten sich begeistert vom großen Interesse und der Einsatzbereitschaft der Schülerschaft, die sich an mehreren Reanimationsstationen von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern anleiten ließ – ein pädagogisches Novum und ein voller Erfolg.
Am Ende blieb eine klare Erkenntnis: Wiederbelebung kann jeder lernen. Wer den richtigen Rhythmus und Druck einmal selbst gespürt hat, zögert im Ernstfall nicht – und kann vielleicht eines Tages Leben retten.
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