## Landkreis Harburg legt Notfallplan für längere Stromausfälle vor
von Winsen Aktuell redaktionell gekürzt am 22.10.2026**Der Landkreis Harburg hat einen Sonderplan für großflächige und länger andauernde Stromausfälle erarbeitet. Er soll sicherstellen, dass Behörden und Einsatzkräfte im Ernstfall koordiniert handeln können. Die konkrete Umsetzung in den Kommunen steht allerdings noch bevor.**
Vorgestellt wurde der sogenannte „Sonderplan Blackout“ beim fünften 3K-Treffen der Katastrophenschutzakteure im Landkreis Harburg. Er entstand in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie dem Fachunternehmen LÜLF und legt Zuständigkeiten, Maßnahmen und Abläufe für einen länger anhaltenden Stromausfall fest.
**Notfall-Anlaufstellen müssen noch ausgestattet werden**
Im kommenden Jahr sollen die zwölf Städte und Gemeinden die Planungen konkretisieren. Vorgesehen sind unter anderem kommunale Alarmpläne und die Ausstattung sogenannter Katastrophenschutzleuchttürme. Diese Einrichtungen sollen der Bevölkerung bei einem großflächigen Stromausfall als Anlaufstellen dienen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung besonders gefährdeter Menschen. Dazu gehören insbesondere Pflegebedürftige und Patienten, die beispielsweise auf elektrisch betriebene Beatmungsgeräte angewiesen sind.
**Landkreis setzt auf Zusammenarbeit und Eigenvorsorge**
Daniel Rupp, Leiter der Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, bezeichnete den Sonderplan als wichtige Grundlage. Die eigentliche Arbeit sei damit jedoch nicht abgeschlossen. Vielmehr müssten die vorgesehenen Maßnahmen gemeinsam mit den Kommunen schrittweise umgesetzt und regelmäßig überprüft werden.
Kreisrätin Annerose Tiedt verwies auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Hilfsorganisationen und ehrenamtlichen Einsatzkräften. Gleichzeitig appelliert der Landkreis an die Bevölkerung, auch selbst für mögliche Krisensituationen vorzusorgen.
Für 2027 wird zudem ein gemeinsamer Katastrophen- und Bevölkerungsschutztag erwogen, bei dem Bürger über die Vorbereitungen der Behörden und Möglichkeiten der privaten Vorsorge informiert werden sollen.
**Entscheidend wird nun sein, wie schnell die vorgesehenen Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden.** Denn der fertiggestellte Sonderplan schafft zunächst die organisatorische Grundlage. Die kommunalen Alarmpläne und die Ausstattung der Anlaufstellen müssen noch konkretisiert werden.
*Quelle: Landkreis Harburg*
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