Winsen, am Donnerstag den 25.07.2024

Hitzeschutz ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge

von Landkreis Harburg am 25.06.2024


Der Sommer kommt, die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – doch das ist nicht nur ein Grund zur Freude. Schwindel, Verwirrtheit, Erschöpfung, Hitzschlag: Die spürbaren gesundheitlichen Folgen der Hitze können in den Sommermonaten gravierend sein. Besonders betroffen: Menschen ab 65, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Amtsärztin Astrid Schwemin rät dazu, die Hitzeauswirkungen nicht zu unterschätzen. „Hitzeschutz ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge. Wir alle sind aufgefordert, uns zu schützen und für das Thema zu sensibilisieren.“ Im Gesundheitsamt des Landkreis Harburg hat sich eine Projektgruppe zum Thema Hitze gebildet, die auch Tipps dazu veröffentlicht.

Die Zahl der Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad und die Hitzeperioden steigen, auch nachts kühlt es nicht ab: Es gibt auch mehr sogenannte tropische Nächte mit Temperaturen über 20 Grad.

Durch den Klimawandel werden auch künftig Hitzeperioden weiter zunehmen – auch im Landkreis Harburg. Und auch ansonsten steigen die Temperaturen: Der April beispielsweise war weltweit der elfte Monat in Folge mit einer Rekordtemperatur und der wärmste April seit 1850.

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die wiederholten Hitzewellen tödliche Folgen: Das RKI hat erstmals im Jahr 2023 einen wöchentlichen Bericht zur hitzebedingten Sterblichkeit erstellt – und für das vergangene Jahr bundesweit rund 3.200 hitzebedingte Sterbefälle ausgewiesen. Knapp 85 Prozent oder etwa 2.700 Tote waren älter als 75 Jahre.

Die Fachleute des Gesundheitsamtes weisen darauf hin, dass schon einige einfache Maßnahmen helfen können, gut und gesund durch die heißen Tage zu kommen und den Sommer sorgenfrei zu genießen. Zu den Tipps gehören:

·         bei Hitze ausreichend trinken und leicht essen;

·         Aktivitäten den Tageszeiten bei Hitze und hoher Ozonbelastung anpassen und besonders zwischen 11 und 18 Uhr lieber zu Hause oder in kühlen Räumen bleiben;

·         bei Medikamenteneinnahme Rücksprache mit dem Arzt halten über Lagerung und Medikamentenwirkung bei Hitze;

·         nur mit Sonnenschutz ins Freie gehen;

·         den Körper möglichst kühl halten, leichte, luftige und atmungsaktive Kleidung tragen;

·         körperlich belastende Tätigkeiten vermeiden und auch sportliche Aktivitäten der Hitzeentwicklung anpassen;

·         füreinander da sein und aufeinander achten, beispielsweise den älteren Nachbarn oder Familien mit kleinen Kindern anbieten, Getränke vom Einkaufen mitzubringen, damit sie das Haus nicht verlassen müssen.

Informationen finden sich auch auf der Internetseite des Landkreises unter https://www.landkreis-harburg.de/hitze .

Dort findet sich auch der „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes. Wer ihn lieber als Heft erhalten möchte, kann den „Hitzeknigge“ auch im Gesundheitsamt bekommen.


Foto ©Landkreis Harburg / Bildunterschrift:

Jürgen Albrecht, Juliane Thoms und Astrid Schwemin geben Tipps zum Umgang mit Hitze.

© Fotos: Landkreis Harburg


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