Hitzeschutz für Gebäude
von Landkreis Harburg am 03.06.2026Rolläden oder Markise, Klimaanlage oder eine umfassende Dämmung – welche Maßnahmen können helfen, wenn der Sommer wieder richtig heiß wird? Um Hitzeschutz für Gebäude geht es bei einem kostenfreien Online-Vortrag, zu dem die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg am Donnerstag, 11. Juni, von 18 bis 19.39. Uhr einlädt. Die Stabsstelle Klimaschutz kooperiert für dieses Angebot mit der Verbraucherzentrale.
Um an dem Vortrag teilzunehmen, ist eine Anmeldung nötig. Das geht ganz einfach über die virtuelle Energieagentur des Landkreises, den Energiewegweiser, unter www.energiewegweiser.de .
Unter dem Motto „Cool bleiben“ gibt Ulrike Kupka, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, einen verständlichen Überblick wie Überhitzung entsteht und welche Möglichkeiten es gibt, Gebäude wirksam vor Hitze zu schützen. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und Austausch.
Eine weitere Veranstaltung „Wie Sie Ihr Haus vor Sommerhitze schützen“ findet dann am Donnerstag, 25. Juni, im Rahmen von „Winsen schützt das Klima“ statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im LuheTreff, Deichstraße 30. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Bei der Veranstaltung von Stabsstelle Klimaschutz, Stadt Winsen und Kreishandwerkerschaft erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie ihr Haus oder ihre Wohnung energieeffizient und nachhaltig kühlen. Es gibt Infos beispielsweise zu Lüftung, Klimaanlagen, Markisen und Kühlung mit Wärmepumpen.
„Die Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt deutlich zu spüren“, sagt Oliver Waltenrath, Klimaschutzmanager des Landkreises Harburg. „Heiße Sommer und langanhaltende Hitzeperioden nehmen zu, auch die Zahl der heißen Sommertage steigt von Jahr zu Jahr.“ Denn der Klimawandel sorgt nicht nur für steigende Durchschnittstemperaturen, sondern damit auch zu Hitzewellen und heißen Tagen. Die Häufigkeit solcher Tage hat sich seit 1951 fast verdoppelt. Gleichzeitig treten Tage mit starker Hitze immer früher im Jahr auf.
„Wer energetisch modernisieren möchte, sollte daher nicht nur an die kalten Tage denken“, rät Waltenrath. Auch der sommerliche Hitzeschutz und die Anpassung an den Klimawandel sollte bei allen Überlegungen gleich einbezogen werden. Denn ohne geeignete Maßnahmen können sich Innenräume stark aufheizen, die Wohnqualität leidet deutlich. Besonders Räume in einem nicht gedämmten Dachgeschoss werden häufig unerträglich heiß: Sie bieten mit dem Dach eine große Fläche an, auf die Sonnenstrahlen treffen. Solche Dachflächen können Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius erreichen. „Ein guter Hitzeschutz erhöht aber nicht nur den Wohnkomfort an heißen Tagen. Er kann auch dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und Gebäude langfristig an ein sich veränderndes Klima anzupassen.“
Mit der virtuellen Energieagentur www.energiewegweiser.de bietet der Landkreis Harburg neben Online-Vorträgen ein umfangreiches Informationsangebot zu Klimaschutz und Energiefragen. Dort finden sich Energiespartipps, und wer den eigenen Energieverbrauch unter die Lupe nehmen will, ist bei den digitalen Checks richtig. Landkreis und Verbraucherzentrale bieten zudem regelmäßige kostenfreie Energieberatungen mit unabhängigen und neutralen Energieberatern im Kreishaus Winsen sowie in den Rathäusern Buchholz, Elbmarsch, Hanstedt, Seevetal und Neu Wulmstorf an. Terminbuchungen sind ebenfalls über www.energiewegweiser.de unter der Aktionskachel „Energieberatung im Rat-/Kreishaus“ möglich.
Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg, Telefon 04171 – 6936601.
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