Hinschauen, Haltung zeigen, handeln –
von Johann-Peter-Eckermann-Realschule am 25.02.2026Hinschauen, Haltung zeigen, handeln –
Neuntklässler lernen Zivilcourage fürs Leben
Wenn Wegsehen zur Gewohnheit wird, braucht es Mut, Haltung und konkrete Werkzeuge, um anders zu handeln. Genau hier setzte die Workshopreihe „VIS A VIS – Kompetent für Zivilcourage“ an, die das Schauspielkollektiv – Neues Schauspiel Lüneburg für den neunten Jahrgang der Johann-Peter-Eckermann-Realschule durchführte.
In intensiven theaterpädagogischen Einheiten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler einen Schulvormittag mit Situationen, in denen Menschen ausgegrenzt, beleidigt oder bedroht werden – im Schulalltag ebenso wie im öffentlichen Raum. Angeleitet von Theaterpädagogin Julia von Thoen entwickelten sie eigene Szenen, schlüpften in unterschiedliche Rollen und probierten konkrete Handlungsstrategien aus. Ziel war es, nicht nur über Zivilcourage zu sprechen, sondern sie erfahrbar zu machen.
„Zivilcourage beginnt im Kleinen – mit Wahrnehmen, Position beziehen und solidarisch handeln“, betonte Julia von Thoen. Es gehe darum, Unsicherheiten abzubauen und Jugendlichen zu zeigen, dass es viele Möglichkeiten gebe, unterstützend einzugreifen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Durch Rollenspiele, Perspektivwechsel und gemeinsame Reflexionen wuchs das Bewusstsein dafür, wie diskriminierendes Verhalten entsteht – und wie man ihm wirksam begegnen kann.
Wie nachhaltig die Auseinandersetzung wirkte, spiegelten die Rückmeldungen der Teilnehmenden wider. Die 15-jährige Alma Röber machte in der Abschlussrunde deutlich, dass erst das praktische Ausprobieren spürbar mache, wie viel Mut couragiertes Handeln erfordere – und dass genau dieses Üben Sicherheit gebe.
Die Workshopreihe hinterließ damit mehr als nur neue Erkenntnisse: Sie stärkte Empathie, Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl. Für die Schulgemeinschaft der Johann-Peter-Eckermann-Realschule bedeutet das ein klares Signal für Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt. Und über die Schule hinaus wirkt die Erfahrung weiter – als Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Hinschauen, Einmischen und solidarisches Handeln selbstverständlich werden.
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