Heizspiegel bietet einen Vergleich
von Landkreis Harburg am 24.09.2026die Heizperiode beginnt – und damit rücken die Heizkosten wieder in den Blick. Wer wissen möchte, ob der eigene Verbrauch vergleichsweise hoch oder niedrig ist, kann dafür den neuen Heizspiegel für Deutschland nutzen. Der Heizspiegel ist über den Energiewegweiser des Landkreises Harburg erreichbar (www.energiewegweiser.de/heizspiegel) .
Der Heizspiegel der gemeinnützigen Beratungsfirma co2online bietet mit nur wenigen Klicks einen bundesweiten Heizkostenvergleich nach Wohnfläche des Gebäudes und bietet eine erste Orientierung. Grundlage sind deutschlandweite Durchschnittswerte – dazu wurden rund 90.000 Gebäudedaten ausgewertet. Auf dem Energiewegweiser des Landkreises Harburg können die Bürgerinnen und Bürger den kostenfreien HeizCheck nutzen. Sie geben ihre Verbrauchs- und Kostendaten ein und sehen, wie ihr Haushalt im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden abschneidet. Der HeizCheck verrät zudem, wie sie ihre Heizkosten senken können.
Seit Jahren sind die Energiekosten im Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr ist nach Auswertung der Beratungsgesellschaft besonders das Heizen mit Gas wieder deutlich teurer geworden – im Schnitt um rund 15 Prozent. Für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung lagen die Heizkosten 2025 bei Erdgas bei rund 1.170 Euro. Bei einer Ölheizung werden Ölheizung werden 1.295 Euro fällig. Mit einer Wärmepumpe waren es durchschnittlich 715 Euro. Auch bei Einfamilienhäusern zeigen sich große Unterschiede: Für ein Haus mit 130 Quadratmetern nennt der Heizspiegel durchschnittlich 2.040 Euro bei Erdgas, 2.145 Euro bei der Ölheizung und 1.260 Euro bei einer Wärmepumpe.
Gerade beim Heizen ist das Sparpotenzial enorm: 85 Prozent der Energie im Haushalt werden für Wärme und Warmwasser verbraucht. Nach Angaben von co2online können rund 90 Prozent der Haushalte ihre Heizkosten noch senken. Bei einer Wohnung liegt das durchschnittliche Sparpotenzial bei etwa 465 Euro pro Jahr, bei einem Einfamilienhaus bei rund 1.000 Euro. „Die meisten Menschen schätzen ihren Verbrauch und den Einfluss schon kleinster Maßnahmen auf die Kosten aber falsch ein“, weiß Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath aus seiner täglichen Arbeit.
„Dabei können schon kleine Änderungen helfen“, sagt Waltenrath. „Wer richtig heizt und lüftet oder programmierbare Thermostate nutzt, kann Energie sparen. Das senkt die Kosten und schützt gleichzeitig das Klima.“
Noch mehr lässt sich häufig durch technische Verbesserungen sparen. Dazu gehören zum Beispiel ein hydraulischer Abgleich, eine effizientere Heizungspumpe oder die Dämmung von Heizungsrohren. „Die höchsten Einsparungen lassen sich mit einer modernen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien in einem sanierten Haus erreichen.“
Auch langfristig rechnet co2online mit steigenden Kosten für fossile Heizungen. Bis 2045 könnten sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen mehr als verdoppeln. Bei Wärmepumpen dürften die Kosten deutlich langsamer steigen. „Der Heizspiegel zeigt, dass bei fossilen Heizungen langfristig mit höheren Kostenrisiken gerechnet werden muss. Deshalb lohnt es sich, bei einem Heizungstausch auch die späteren Betriebskosten zu berücksichtigen
Tipps zum Einsparpotenzial und möglichen Maßnahmen gibt die Stabsstelle Klimaschutz. Die Stabsstelle bietet dazu verschiedene Beratungsformate und Informationen an – wahlweise persönlich oder in einem der zahlreichen Online-Vorträgen sowie über die virtuelle Energieagentur www.energiewegweiser.de . Dort finden sich neben einem Schwerpunkt rund ums Heizen und Energiesparmaßnahmen für die eigenen vier Wände auch weitere Informationen über das vielfältige Klimaschutz-Serviceangebot für den Landkreis Harburg. Landkreis und Verbraucherzentrale Niedersachsen bieten zudem regelmäßige kostenfreie Energieberatungen mit unabhängigen und neutralen Energieberatern im Kreishaus Winsen sowie in den Rathäusern Buchholz, Elbmarsch, Hanstedt, Seevetal und Neu Wulmstorf an. Terminbuchungen sind ebenfalls über www.energiewegweiser.de unter der Aktionskachel „Energieberatung im Rat-/Kreishaus“ möglich.
Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg, Telefon 04171 – 6936601.
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