Winsen, am Mittwoch den 04.11.2026

Großer Andrang bei Herzaktionstag

von Landkreis Harburg am 04.11.2026


die ersten Besucherinnen und Besucher konnten es kaum erwarten: Schon gut eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn des Herzaktionstages standen die ersten vor der Tür des Gesundheitsamts des Landkreises Harburg. Der Andrang beim Herzaktionstag war groß und zeigte deutlich: Das Gesundheitsamt hatte damit wieder ins Schwarze getroffen.

Die vielfältigen Angebote waren bei den mehr als 150 Besucherinnen und Besucher gefragt. „Ich freue mich sehr, dass unser Programm so gut angenommen wurde“, zog die Präventionsbeauftragte Juliane Thoms eine positive Bilanz. „Wir wollten die Menschen informieren und sensibilisieren – und das hat gut geklappt“, sagt sie.

Besonders beliebt waren die Informationen und Übungen zur Herzdruckmassage und dem richtigen Umgang mit dem Defibrillator. „Das war ein Publikumsmagnet“, sagt Juliane Thoms. Dabei ging es nicht nur um den Defibrillator, sondern auch um Maßnahmen zur Wiederbelebung. Denn im Fall der Fälle trauen sich viele Menschen nicht, aktiv zu werden.

Gudrun Ehlert hat das Angebot daher bewusst ausgewählt. „Wenn ich will, dass mir geholfen wird, muss ich auch anderen helfen können“, sagt die Winsenerin, die im Berufsleben auch als Ersthelferin aktiv war. An der Puppe übte sie, wie die richtige Massage aussieht. Einfach sieht es aus, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen: „Tief drücken und schnell, am besten zum Rhythmus des Bee-Gee-Songs Stayin‘ alive oder zu Helene Fischers Atemlos durch die Nacht“, rät Alexandra Röntsch. „Nicht zu zögerlich, das ist anstrengend. Rufen Sie Hilfe dazu“, sagt die Ärztin. Gudrun Ehlert nickt. Sie ist froh über die Anleitung, die ihr die Unsicherheit nimmt. „In der Aufregung ist man vielleicht zu schnell“, sagt sie. Aber wichtig sei es, überhaupt etwas zu machen – und vor allem zu gucken, ob jemand Hilfe benötige. „Zum Glück war ich noch nicht in so einer Situation.“

Ziel der kostenlosen Angebote beim Herzaktionstag war es, über vorbeugende Maßnahmen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie über Erste Hilfe-Maßnahmen aufzuklären. Dazu gab es Vorträge zur herzgesunden Ernährung, zur richtigen Einnahme von Arzneimitteln sowie Informationen, was hinter den Kulissen der Notrufnummer 112 bei einem Anruf passiert. „Viele Besucherinnen und Besucher sind mit konkreten Fragen gekommen“, sagt Juliane Thoms. Da ging es beispielsweise zum Standort von Defibrillatoren oder um gesunde Ernährung und Alternativen zu Süßigkeiten.

Auch die Chance zur Blutzuckermessung und zur Überprüfung des Blutdrucks wollten sich viele auf gar keinen Fall entgehen lassen – und ein besonderer Publikumsmagnet war die Grippeschutzimpfung, die viele Besucherinnen und Besucher gern in Anspruch nahmen.

Neben dem Gesundheitsamt waren als Kooperationspartner die Alte Rats-Apotheke, das Familienbüro Winsen, die Kreisvolkshochschule, die Rettungsleitstelle, der Senioren- und PflegeStützpunkt und der TSV Winsen dabei.

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, an der laut Bericht der Deutschen Herzstiftung in Deutschland Millionen Menschen leiden. Allein Bluthochdruck haben über 20 Millionen Menschen in Deutschland, an Durchblutungsstörungen des Herzens wegen verengter Herzkranzgefäße, der koronaren Herzkrankheit (KHK), leiden rund fünf Millionen und an Herzschwäche bis zu vier Millionen Menschen. Mehr als 300.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt, am plötzlichen Herztod sterben jährlich etwa 65.000 Menschen – oft auch, weil Warnzeichen nicht oder zu spät erkannt wurden. Umso wichtiger ist die rechtzeitige Vorsorge, die Kenntnis der Warnzeichen und der Risikofaktoren.



© Fotos: Landkreis Harburg


Kommentare Kommentare


Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.



Kommentar posten Kommentar posten

Ihr Name*:

Ihre E-Mailadresse*:
Bleibt geheim und wird nicht angezeigt

Ihr Kommentar:



Lüneburg Aktuell auf Facebook