Winsen, am Samstag den 29.11.2025

Für die nächste Flut gewappnet

von Landkreis Harburg am 28.11.2025


sie erhöhen Deiche, stabilisieren Ufer oder dienen als Schutzwall vor Gebäuden: Sandsacke spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Hochwasser und bieten einen effektiven Schutz vor den zerstörerischen Kräften des Wassers. Der Landkreis Harburg ist jetzt noch besser für den Einsatz bei Hochwasser beispielsweise nach lang anhaltendem Starkregen geschützt: Der Kreis hat vom Land Niedersachsen zwei leistungsstarke Sandsackfüllmaschinen erhalten, die eine Sandsacklogistik praktisch wie vom Fließband ermöglichen. Sie werden in erster Linie dem Artlenburger Deichverband und dem Deichverband Vogtei Neuland zur Verfügung gestellt. Außerdem steht dem Landkreis als Hochwasserschutz ab sofort eine 250 Meter lange mobile Schutzwand zur Verfügung, die im Bedarfsfall schnell aufgebaut werden kann. Die Ausstattung ergänzt den Landkreisbestand an bereits vorhandenen Sandsackfüllmaschinen.

„Ich freue mich, dass der Hochwasserschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger noch weiter verbessert und die Arbeit im Fall einer Deichverteidigung deutlich erleichtert wird“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Die Sandsackfüllmaschinen erhöhen die Einsatzfähigkeit im Sturmflutgebiet deutlich. Im Ernstfall ermöglichen die Maschinen schnelles und effektives Handeln und entlasten zudem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.“

Statistisch gesehen tritt das Jahrhunderthochwasser nur einmal in 100 Jahren auf. Tatsächlich aber nehmen Extremwetterereignisse und Hochwasserlagen durch den Klimawandel zu – die Gefahr, dass die Fluten dann Menschen und Tiere bedrohen, steigt auch an der Elbe. Der Landkreis Harburg ist in den vergangenen Jahren zwar von starken Überflutungen und Schäden verschont geblieben, aber umso wichtiger ist der Hochwasserschutz. Und in Extremsituationen müssen die Deiche gesichert und verstärkt werden. Dann werden Zehntausende Sandsäcke benötigt, zur Verstärkung von Deichabschnitten, um Überströmungen zu verhindern oder Ausschwemmungen vorzubeugen.

Künftig ist dabei Maschinenkraft statt schweißtreibender Handarbeit angesagt: Bislang mussten die meisten Sandsäcke im Deichverteidigungsfall noch per Hand gefüllt werden oder die Deichverbände waren auf die Hilfe Dritter angewiesen. Das ändert sich nun: Mit jeder der neuen hochmodernen Sandsackfüllmaschine des Modells „Saquick Titan 2400“ können pro Abfüllstutzen etwa 650 Sandsäcke pro Stunde gefüllt werden, das ermöglicht eine Gesamtleistung von rund 2.600 Sandsäcken pro Stunde. Damit sind die Aktiven in der Lage, im Hochwasserfall deutlich schneller und effizienter zu reagieren. Die Maschine spart erhebliche Personalressourcen ein, die an den Einsatzstellen zum Beispiel für den Verbau der Sandsäcke eingesetzt werden können. Die Kosten für jede Maschine belaufen sich auf rund 90.000 Euro und werden vom Land getragen.



Bild © Landkreis Harburg / Bildunterschrift 1:

Über die neue Sandsackfüllmaschine freuen sich (von links) Kai-Martin Pöllmann von der Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Harburg, Christoph Sander, Vorsteher des Deichverbandes Vogtei Neuland, und Landrat Rainer Rempe.


Bild © Landkreis Harburg / Bildunterschrift 2:

„Deichverteidigung wird erleichtert“: Landrat Rainer Rempe begrüßt die neuen Sandsackfüllmaschinen.



Bild © Landkreis Harburg / Bildunterschrift 3:

Über die Erweiterung des effektiven Hochwasserschutzes freuen sich Sabrina Horstmann und Kai-Martin Pöllmann von der Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, Christoph Sander, Vorsteher des Deichverbandes Vogtei Neuland, Kreisbrandmeister Jörn Petersen und Landrat Rainer Rempe.





© Fotos: Landkreis Harburg


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