Ein Schritt zur Seite – und plötzlich unsichtbar
von Joh.-Peter-Eckermann-Realschule am 16.09.2026Ein Lkw setzt den Blinker, rechts daneben wartet ein Fahrrad. Eigentlich scheint alles übersichtlich. Doch beim Abbiegen kann ein einziger Augenblick darüber entscheiden, ob aus einer alltäglichen Verkehrssituation ein schwerer Unfall wird.
Wie wichtig Prävention ist, zeigen aktuelle Zahlen: 462 Radfahrerinnen und Radfahrer kamen 2025 im deutschen Straßenverkehr ums Leben. Die Johann-Peter-Eckermann-Realschule machte deshalb die Gefahr des „Toten Winkels“ für ihre Fünft- und Zehntklässler ganz praktisch erfahrbar. Direkt am Lkw konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie schnell Menschen neben oder vor einem großen Fahrzeug vollständig aus dem Blickfeld verschwinden. Wer selbst im Führerhaus Platz nahm, stellte unmittelbar fest, dass mitunter sogar mehrere Personen gleichzeitig nicht zu sehen sind.
Unterstützt wird die Verkehrssicherheitsaktion seit Jahren von den Feldbinder Spezialfahrzeugwerken, die dafür eine Zugmaschine zur Verfügung stellen. Dr. Nina Lorea Kley, Geschäftsführerin (CEO & HR), betonte, dass neben moderner Fahrzeugtechnik vor allem Aufmerksamkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und das Verständnis für die Perspektive anderer Verkehrsteilnehmender entscheidend seien.
Auch Mobilitätsbeauftragter Arndt von Diepenbroick sieht im unmittelbaren Erleben den besonderen Wert der Aktion: Verkehrsregeln ließen sich erklären – nachhaltig im Gedächtnis bleibe aber vor allem die Erfahrung, selbst im Führerhaus zu sitzen und zu erkennen, wie schnell andere Menschen aus dem eigenen Sichtfeld verschwinden.
Am Ende bleibt eine Botschaft, die für alle Verkehrsteilnehmenden gilt: Verkehrssicherheit geht uns alle an. Wer die Perspektive des anderen kennt, erkennt Gefahren früher und kann richtig handeln. Deshalb gilt: aufmerksam bleiben, Abstand halten, Rücksicht nehmen und im Zweifel lieber einmal mehr warten. Denn im Straßenverkehr zählt nicht, wer zuerst kommt – sondern dass alle sicher ankommen.
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