Auf Goethes und Schillers Spuren im Grünen Herzen Deutschlands
von Landkreis Harburg am 17.06.2026Jahrzehntelange Freundschaft: Gemeinsame Reise der Fußballgemeinschaft Landkreis Harburg und der Sportgemeinschaft Landratsamt München nach Thüringen
wenn München und Winsen auf der Landkarte mit einer geraden Linie verbunden werden, liegt die thüringische Landeshauptstadt Erfurt grob über den Daumen gepeilt genau in der Mitte. Und mit der Partie des Co-Gastgebers Mexiko gegen Südafrika wurde am 11. Juni auch noch die Fußballweltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen. Das waren nur zwei der vielen guten Gründe und erfreulichen Anlässe für die Fußballgemeinschaft des Landkreises Harburg und die Sportgemeinschaft des Landratsamts München, im mittlerweile 52. Jahr ihrer Freundschaft, die alle zwei Jahre mit offiziellen Treffen gepflegt wird, ins Grüne Herz Deutschlands, nach Thüringen, aufzubrechen.
Diesmal hatten die „Winsener“ als Gastgeber ihre Münchener Freundinnen und Freunde mit Philipp Brachtel an der Spitze nach Erfurt und Weimar eingeladen. Das Organisationsteam um Oliver Fehrow und Friedhelm Stradtmann hatte mit Unterstützung von Otto Melchert abwechslungsreiche und stimmungsvolle vier Tage organisiert: Gute Laune war trotz manchmal etwas wechselhaftem Wetter Programm! Neben der großen Freude über das Wiedersehen und vielen langen Gesprächen, die beim Absacker an der Hotelbar hier und da auch bis spät in die Nacht andauerten, lag das einfach auch daran, dass sowohl die thüringische Landeshauptstadt Erfurt als auch die Goethestadt Weimar historisch, politisch, kulturell und auch kulinarisch unheimlich viel zu bieten haben. Natürlich galt es gemäß dem Motto „köstliches Thüringen“, sich auch die berühmten Thüringer Rostbratwürste und Klöße schmecken zu lassen, vegane Trüffelpralinen der Schokoladenmanufaktur Goldhelm an der Erfurter Krämerbrücke zu kosten oder sich bei dem ein oder anderen beliebten Köstritzer Schwarzbier vom Kulturprogramm zu erholen.
Denn das hatte es wahrlich in sich und kratzte in der Kürze der Zeit doch nur an der Oberfläche des reichen politischen und kulturellen Erbes, mit dem Erfurt, Weimar oder die Gedenkstätte Buchenwald aufwarten.
Ob nun die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, die an Unterdrückung und Widerstand während der SED-Diktatur in Thüringen erinnert, die ehrfurchtsgebietenden über der Stadt thronenden Stadtwahrzeichen Erfurter Dom und St. Severikirche, die alte Synagoge oder die über 700 Jahre alte Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas – bei langen Spaziergängen durch die mittelalterliche Altstadt, einem Bummel über den Fischmarkt oder durch den malerischen Ausblick herunter von der Zitadelle Petersberg und eine Stadtrundfahrt mit der historischen Tatra-Straßenbahn gab es viel zu entdecken.
Und das war beim Eintauchen in die Weimarer Klassik auf den Spuren Goethes und Schillers am nächsten Tag natürlich noch mehr der Fall: Goethe und Schiller, Bach und Liszt, Moderne und Bauhaus, das Deutsche Nationaltheater als Wiege der ersten Demokratie auf deutschem Boden, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die vielen Schlösser, Parks und Gärten – Münchner und Winsener gingen in Weimar auf eine Zeitreise per Pedes und per Belvedere-Rundfahrt durch die deutsche Kultur- und Geistesgeschichte, die auf so überschaubarem Raum anderswo wohl selten zu erleben ist.
Mit einem gemütlichen Abschiedsbrunch am Fuße des Petersbergs schließlich endete ein schönes Wochenende, das wie vergangene Treffen im Flug vergangen war – ein weiteres Kapitel in der 52-jährigen Freundschaft zwischen Münchnern und Winsenern, die mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Erinnerungen im Gepäck und der ein oder anderen Träne im Auge die Rückreise antraten. Spätestens 2028 werden sich Bayern und Niedersachsen wiedersehen.
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