Winsen, am Dienstag den 11.08.2026

100 Tage Stadtmeister in Winsen: Mehr Präsenz, erste Erfolge und weiterhin klare Herausforderu

von Stadt Winsen (Luhe) am 11.08.2026


Seit Anfang Mai sind sie im Stadtbild unterwegs und inzwischen für viele Bürgerinnen und Bürger ein vertrauter Anblick: Die beiden Stadtmeister des städtischen Bauhofs, Burghardt Holzaufderheiden und Steffen Gehrdau. Vor rund 100 Tagen hat die Stadt Winsen das neue Einsatzteam ins Leben gerufen, um gezielt für mehr Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum zu sorgen. Grundlage für ihre Arbeit ist die systematische Auswertung des BürgertippsPortals der Stadt, über das Bürgerinnen und Bürger Verschmutzungen und Missstände melden können. Die Auswertung der Meldungen zeigte bereits vor dem Start deutlich, wo besonderer Handlungsbedarf besteht: im Bahnhofsumfeld, am Luhespielpark, entlang der Bahnhofstraße und im Hanseviertel. Diese Bereiche gehören seitdem zu den festen Einsatzschwerpunkten der Stadtmeister. Beide Mitarbeiter haben das Stadtgebiet untereinander aufgeteilt und sind regelmäßig in ihren Bereichen unterwegs, beseitigen Verschmutzungen und kümmern sich um gemeldete Problemstellen. Nach den ersten 100 Tagen fällt die Bilanz gemischt, aber insgesamt positiv aus. Als größte Müll-Hotspots sehen die Stadtmeister weiterhin den Bereich rund um den Bahnhof sowie die Albert-Schweitzer-Straße. Gleichzeitig sind erste Erfolge sichtbar: Im Bereich des Luhebands, im Hanseviertel und im Eckermannpark hat sich die Müllsituation nach Einschätzung der Stadtmeister bereits spürbar verbessert. Die verstärkte Präsenz vor Ort zeigt Wirkung. Immer wieder wird der Wunsch nach zusätzlichen Mülleimern an die Stadt herangetragen. Tatsächlich verfügt Winsen jedoch bereits über ein dichtes Netz an öffentlichen Abfallbehältern. Rund 500 Mülleimer und etwa 50 Hundetoiletten werden durch den städtischen Bauhof regelmäßig angefahren und geleert. Allein drei Mitarbeitende sind montags bis freitags ausschließlich damit beschäftigt, auf festen Touren die Abfallbehälter zu leeren und herumliegenden Müll einzusammeln. Hinzu kommen weitere Einsatzkräfte des Bauhofs, darunter die Stadtmeister, die sich gezielt um besondere Problemfälle und Müll-Hotspots kümmern. Der Aufwand ist erheblich: Jahr für Jahr fallen auf diese Weise mehr als 19 Container Hausmüll an, die von der Stadt entsorgt werden müssen. Bürgermeister André Wiese macht deutlich, dass Sauberkeit im öffentlichen Raum nicht allein Aufgabe der Stadt sein kann: „Unsere Stadtmeister leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für ein gepflegtes Stadtbild. Die ersten 100 Tage zeigen, dass ihre Arbeit Wirkung entfaltet. Dauerhaft sauber bleibt unsere Stadt aber nur, wenn alle mithelfen. Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen oder auch Müll möglichst zu vermeiden.“ Die Stadt weist daraufhin, dass Verschmutzungen auch weiterhin über das Bürgertipps-Portal gemeldet werden können. Die Hinweise werden unter anderem dazu genutzt, Einsatzschwerpunkte zu erkennen und schnell auf neue Problemstellen zu reagieren. Ein weiteres Thema, das regelmäßig an die Stadt herangetragen wird, ist illegal abgestellter Sperrmüll. Die Stadt weist darauf hin, dass hierfür der Landkreis Harburg zuständig ist. Als Sperrmüll gilt ausgedienter Hausrat in haushaltsüblicher Menge, der auch nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in die Hausmülltonne passt, beispielsweise Möbelteile, Matratzen oder Teppiche. Die Abholung von Sperrmüll, Elektroschrott und Altmetall erfolgt im Auftrag der Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg durch die Otto Dörner Entsorgung GmbH und ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.

© Fotos: Stadt Winsen (Luhe)


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